Ziegeldecke
Wenn alle Außenwände und alle tragenden Innenwände errichtet sind, kann mit der Decke begonnen werden. Bei den Ziegeldecken gibt es auch wieder zwei Arten:
Ziegeldecke aus Bimssteinen und gebrannten Steinen.
Auf die Bimssteindecke sollte man aber verzichten.
Bei der herkömmlichen Ziegeldecke gibt es verschiedene Variationen.
Hier kann man sagen, dass alle ziemlich gleichwertig sind.
Die größeren Vorteile hat die trägerlose Ziegeldecke.
Die Deckensteine haben eine besondere Form, so dass man sich die Träger ersparen kann. Eine eigens dafür notwendige Schalung wird mitgeliefert und auch wieder abtransportiert. Diese Rippenhohlsteindecke eignet sich besonders bei großen Spannweiten und komplizierten Grundrissen.
Auf der Ziegeldecke, wie auch schon beim Keller gesagt, müssen normalerweise Eisenmatten als Schwind- und Verteilerbewehrung ausgelegt werden. Diese Matten sollten Sie am besten durch Kunststofffasern ersetzen.
Vor dem Betonieren sollten Sie noch die Elektroschläuche verlegen. Aussparungen für den Abfluss sind eigentlich nicht notwendig. Die Praxis hat erwiesen, dass das nachträgliche Durchbrechen einfach und problemlos gemacht werden kann. Das Loch hingegen für den Kamin muss schon berücksichtigt werden. Eventuelle Dachlasten, die nicht auf tragende Wände abgestützt werden können, müssen ebenfalls berücksichtigt werden.
Beim Deckenrost gibt es noch was ganz Wichtiges: Am besten mauert man die Decke mit den dazugehörenden Abmauerungsziegeln ab. Ganz wichtig dabei ist, dass Sie innerhalb der Ziegel noch eine mind. 5 -10 cm starke Porit-Platte aufstellen, da sonst der Deckenrost eine Kältebrücke darstellt. Weiters sorgt das Porit dafür, dass die Decke Platz hat zum Schwingen und somit außen keine Rissbildung verursacht.
Nicht vergessen darf man bei Mansardenhäusern, dass eine Verankerung des Dachstuhls in den Deckenrost mit einbetoniert wird.
Es gibt auch die Möglichkeit, eine Ziegelfertigdecke zu verlegen. Hier wird die Decke in ca 1,25 m breiten Deckenelementen vorgefertigt. Auf der Baustelle wird mittels Kran die Decke dann verlegt. Es müssen nur noch der Kranz und die Stösse ausbetoniert werden. Der Vortel: Die Decke kann dann gleich belastet werden.
Dadurch wird die Bauzeit verkürzt und ein mühsames unterstellen fällt auch weg. Vom Preis ist die Ziegelfertigdecke, wenn man die Arbeit für die Verlegung der herkömmlichen Ziegeldecke mitrechnet, genauso günstig.
Dachboden Obergeschoss
Die Bauweise ist die gleiche, nur dass man die Decke meistens aus Holz und mit dem Dachstuhl mitmacht. Bei Pultdächern sind die Sparren gleich die tragende Konstruktion. Bei Satteldächern übernehmen die Zangen die tragende Funktion.
Der Dachbodenausbau wird am besten nach dem Innenputz bzw Estrich gemacht.
Das fertige Ziegelhaus
Sie sehen, dass ein Ziegelhaus wenige Gefahren in sich birgt etwas falsch zu machen. Der Ziegel wird dann nur noch innen und außen verputzt. Das wird wahrscheinlich auch noch der Grund sein, dass viele Häuselbauer, grad dann wenn sie selber mithelfen wollen, sich für ein solches Haus entscheiden. Erwähnt werden muss, dass die Qualität eines Ziegelhauses mit der Materialwahl beginnt. Darum, wenn Sie sich für ein Ziegelhaus entscheiden, bitte unbedingt wie beschrieben vorgehen. Betondecken und Vollwärmeschutz haben nichts verloren auf Ihrer Baustelle.
