Aussenwände Ziegel
Die Außenwände sollen entweder 38 cm oder 50 cm stark sein. Verwenden sollte man nur Ziegel, die einen dementsprechenden U- Wert haben.
Früher wurde zum U- Wert noch K- Wert gesagt. Die Bezeichnung U-Wert steht für "Wärmedurchgangskoeffizient".
Dieser U - Wert sollte so um die 0,22 herum liegen. Je kleiner der Wert, desto besser wäre es natürlich.
Ob nun die Wände 50 cm dick oder 38 cm dick sind, spielt für die Heizkosten nicht wirklich eine große Rolle.
Es wäre folgendes Beispiel eine Kaufentscheidung:
Sie wollen ein Haus mit einem gemütlichen, ländlichen Stil bauen.
Schöne, breite Blumenfenster wollen Sie dazu auch noch haben. Hier ist eine 50er Wand eher empfehlenswert. Oder Sie wollen die Fenster nicht nur immer kippen, sondern auch öfters ganz auf machen. Wie störend dass oft sein kann, wenn ein Fenster so weit in den Raum ragt, werden Sie sicher schon erlebt haben. Nun, bei einer 50ger Wandstärke mit doppelflügeligen Fenstern ragt das Fenster grad mal 10 - 20 cm in den Raum.
Ich will damit ausdrücken, dass es eher solch ein Grund sein kann, sich für die eine oder andere Wandstärke zu entscheiden.
Sie erreichen, bezüglich der Wärmedämmung, mit einem 38ger Ziegel ca. einen U - Wert von 0,22, bei einem 50ger Ziegel ca. 0,15.
Dies sind Werte der absolut besten Ziegel. Es ist natürlich technisch gesehen besser, Sie würden 50ger Wände machen. In der Praxis werden sie kaum, wenn überhaupt, etwas merken.
Ganz besonders, wenn es um das Thema Heizkosten geht.
Es ist viel wichtiger, dass in der Außenwand keine Kältebrücken (eigentlich eine Wärmebrücke, aber bleiben wir bei dem Begriff Kältebrücke, da dieser sehr verbreitet ist) entstehen.
Der häufigste Fehler ist, wenn anstatt der gut gedämmten Ziegel kleine „Normalformatziegel" verwendet werden. Das geschieht oft bei Fenstern und Türen. Mit gutem Werkzeug lassen sich auch die großformatigen Außenwand - Ziegel mühelos schneiden. Bei den Fenster- und Türstürzen sollten nur gedämmte Überleger verwendet werden.
Sollten Sie vorhaben Rollläden einzubauen, dann kann ich Ihnen nur empfehlen, Ziegelrollladenkästen zu verwenden. Eine einheitliche Ziegeloberfläche der Außenwand wird damit ermöglicht und so Rissbildung vermieden. Stufenförmiges auslassen über Festern und Türen ist zwar auch eine Möglichkeit, die aber im Endeffekt genauso viel kostet. Darüberhinaus ist die Gefahr, dass später einmal Risse im Putz entstehen, viel größer.
Im Erdgeschoss, sollte auch wieder unter der ersten Ziegelreihe eine Teerpappe aufgelegt werden. Um einen bautechnisch richtigen Sockel ausbilden zu können, sollte das Erdgeschoss mindestens 5 cm über den Kellerrand und dessen Isolierung ragen.
Innenwände aus Ziegel
Nach dem die Außenwände gemauert sind, werden die tragenden Zwischenwände errichtet. Welche Ziegel innen verwendet werden ist grundsätzlich egal. Der Nut und Feder Ziegel hat sich auch bei den Innenwänden durchgesetzt. Das gängigste Format der Mittelwandziegel ist 38 x 25 x 23,8 cm. Hier können ohne weiteres, zum Ausgleichen und Einfügen, Normalformatziegel verwendet werden.
Beim Mörtel sollten sie denselben verwenden wie bei den Außenwänden. Eine gleichmäßigere Setzung kann so gewährleistet werden.
