Baubiologie
Der Begriff Baubiologie ist erst vor ca. 30 Jahren bekannt geworden. Die letzten Jahre nahm die Baubiologie immer mehr an Bedeutung zu. Heute ist sie vom Hausbauen gar nicht mehr weg zu denken.
Unter Baubiologie versteht man die Lehre von der Wechselwirkung zwischen einem Bauwerk und dem Menschen, vor allem in gesundheitlicher Hinsicht. Es stellt sich die Frage wie weit wirken sich die Baustoffe, Möbeln usw., eigentlich das gesamte Umfeld, auf unser Wohlbefinden und auch auf die Gesundheit aus.
Auch die Bauweise und Ausführungen spielen für die Baubiologische Beurteilung eine große Rolle. Wir alle wissen zum Beispiel, das Kältebrücken Schimmelpilz verursachen der wiederum sehr gesundheitsgefährdend sein kann.
Ich habe die Baubiologie in drei wichtige Untergruppen geteilt um es übersichtlicher zu gestalten. Ein Aufzählen sämtlicher Bereiche würde ohne hin mehrere Bücher füllen.
- Belastung der Raumluft durch Verwendung falscher Materialien
- Verursachung von Belastungen durch falscher Bauausführung
- Strahlungen,...
Belastung der Raumluft durch Verwendung falscher Materialien
Gasförmige Belastungen
Formaldehyd: Grundsätzlich müsste Formaldehyd verboten werden. Allein der begründete Verdacht einer Krebserzeugung ist Grund genug. Da Formaldehyd nach wie vor verwendet wird, müssen sich die Verbraucher selber schützen. Spannplatten in Wandaufbauten oder Möbeln absolut vermeiden. Vollholzplatten oder Wandaufbauten mit Rauschalungen stehen als Alternative.
Die Formaldehydkonzentration wird zu einem großen Teil auch durch die relative Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Luftaustausch beeinflusst.
Radon: Nach Rauchen ist Radon das größte Risiko für Lungenkrebs und Ursache für jährlich zehntausende Todesfälle. Radon ist ein natürlich vorkommendes, radioaktives Edelgas, das seit jeher in allen Böden und Gesteinen, in Wässern und in der Luft vorhanden ist. Über Undichtigkeiten im Boden und den erdberührten Wänden kann Radon ins Haus eindringen und sich dort anreichern. Radon ist eine ebenso unterschätzte wie weit verbreitete Gesundheitsgefahr. Dieser Effekt kann durch bautechnische Maßnahmen zur Energieeinsparung, noch verstärkt werden. Die dauerhaft luftundurchlässige Abdichtung der oberirdischen Gebäudehülle wäre hier ein Beispiel. Schützen kann man sich von Radon durch eine Abdichten der Erdberührten Bauteile. Bitumenbahnen geben hier führ schon einen sehr guten Schutz. Zum anderen ist durch gutes Lüften eine Radonkonzentrierung zu vermeiden.
Andere Gase: Ich erwähne hier noch, dass es eine Selbstverständlichkeit sein sollte, keine Kleber und Anstriche usw.. zu verwenden, die giftige Dämpfe und Gase abgeben.
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Feinstfaser: Glas, Steinwolle, Asbest
1992 wies man zum ersten Mal die krebserzeugende Wirkung dieser Wollen in Tierversuchen nach. 1993 wurde Stein und Glaswolle unter der Rubrik krebserzeugende Stoffe aufgenommen.
Trotz des jahrelangen Drucks von Wissenschaftlern wurde Glas und Steinwolle nicht definitiv unter krebserregende Stoffe eingeordnet und somit verboten.
Stattdessen führte man die neue Gefahrenkategorie III A2 ein. Sie wird folgendermaßen definiert: Eindeutig positive Befunde (signifikant erhöhte Tumorrate) aus versuchen mit intraperitionaler, intrapleuraler oder intrachealer Verabreichung - um den Millionen Anwendern von Stein und Mineralwolledämmungen die Angst vor Krebserkrankungen zu nehmen.
In den USA müssen sämtliche Mineralfaserprodukte seit 1991 mit dem Hinweis „Krebsgefahr“ bezeichnet werden.
Mineralfasern enthalten lungengängige Kleinstfasern, die zwar eingeatmet werden können, jedoch durch feine mikroskopische Widerhaken in der Lunge bleiben. Sie lösen sich zwar in 2 - 8 Jahren wieder auf, Asbestfasern hingegen, lösen sich gar nicht mehr auf und sind obendrein sowieso verboten. Durch diese hohe Biobeständigkeit können diese Kleinstfasern krebsauslösende Wirkung haben.
Verursachung von Belastungen durch falsche Bauausführung
Schimmelpilz: Die wahrscheinlich größte Bedrohung der Gesundheit die durch eine falsche Ausführung droht, ist die Gefahr von einem Schimmelpilz. Es gibt ungefähr 120.000 der schimmelpelzigen Wesen von denen erst 60.000 erforscht sind. Ei übermäßiges Abdichten der Räume, die Verwendung von Dampfsperren, falsche Wärmedämmung, Kältebrüken sind die größten Verursacher dieser Gefahr. Die Schimmelpilze entstehen am meisten in Ecken, hinter Verschalungen und hinter Möbeln. Oft sieht man ihn gar nicht. Der Schimmelpilz gibt Sporen ab der die Raumluft schwer belastet. Durch Einatmung dieser Sporen ergibt das für Tier und Mensch ein großes Gesundheitsrisiko. Bei auftreten von Schimmel sollten sofort tiefgreifende Sanierungen veranlasst werden. Ein besprühen mit einen Bekämpfungsmittel ist in den meisten Fällen unzureichend.
Wichtig finde ich auch noch zu erwähnen das man sich bestimmte Ausstattungsbereiche gut überlegt. Ein Beispiel wäre da zum Beispiel die Verlegung kalter Bodenbeläge in oft genutzte Wohnbereiche. Oft vergisst man dabei das die Fußbodenheizung nur im Winter solche Böden angenehm wiedergeben. Die andere Zeit hingegen hat man dann mit einem kalten Boden zu kämpfen, den das herumkrabbelnde Kind gar nicht als behaglich empfindet. Große Fensterflächen sollten mit gutem wärmeisolierendem Glas ausgestattet werden, um nicht ein kalte Strahlung zu verursachen. Hier kann man natürlich noch viele Fallbeispiele aufzählen. Ich denk mir aber, das kann sich jeder für sich selbst überlegen wie er sein enges Umfeld gestaltet. Wichtig dabei ist, das man es aus jeder Person( Kinder) betrachten sollte.
Strahlungen...
Kosmische Strahlung: Alles Leben auf der Erde, Pflanze Tier und wir Menschen sind einer ständigen Strahlung ausgesetzt. Es handelt sich um eine terrestrische Strahlung, die aus der Erde oder auch aus dem Weltraum kommt. Man nennt diese Strahlung auch Kosmische Strahlung. Entdeckt wurde diese Strahlung 1912 vom Österreichischen Physiker Viktor Franz Hess
Elektrosmog: Sind technische Strahlen die von Fernseher, Stromleitungen, Handys, Satelittenschüsseln, Mikrowellenherde, usw.. entstehen. Diese Strahlungsbelastung sollte man so gut als geht vermeiden. Keine Fernseher und Radiowecker in Schlafräumen , Netzfreischalter, nicht Bauen unter großen Stromleitungen, usw... sind nur ein par Tips, hier entsprechend zu Handeln.
Erdstrahlen: Hierher fallen, angefangen von den Wasseradern, Gitternetze wie zum Beispiel das bekannte Hartmannnetz bis hin zu Verwerfungen. Hier kann ich nur den Tipp geben, sich von Spezialisten beraten zu lassen. Die können solche Störzonen mittels Rute oder Pendel aufspüren.
Wichtig zu Sagen ist noch, dass metallische Gegenstände, wie an Betten oder der Eisenarmierungen in Decken und Wänden, sämtliche Strahlen noch verstärken. Die Strahlen werden gebrochen und quer durch den Raum geleitet und ergeben somit neue Störzonen. Darum empfehle ich auch immer den Stahlbeton so gut es geht beim Hausbauen zu vermeiden.
Baubiologie ist ein sehr interessantes und umfangreiches Thema und ich würde mir nie anmaßen, dass ich hier alles gesagt habe. Doch meiner Meinung nach sind die wesentlichen Punkte aufgezählt.
Es gibt sehr viel Literatur und ich kann Ihnen auch empfehlen sich hier bei Interesse weiter zu Informieren.

